Eierlikör und Hunde
Eierlikör gehört nicht in den Napf: Hunde sollten keinen Alkohol bekommen. Ältere Empfehlungen, Eierlikör könne einen ängstlichen Hund an Silvester beruhigen, werden bis heute im Internet diskutiert. Für ein Haustier ist Alkohol jedoch kein geeignetes Hausmittel.
Warum Eierlikör für Hunde keine gute Idee ist
Eierlikör enthält Ethanol und je nach Produkt zusätzlich viel Zucker, Ei und weitere Zutaten. Wie ein Hund darauf reagiert, hängt unter anderem von Körpergewicht, aufgenommener Menge und individueller Empfindlichkeit ab. Eine vermeintlich „kleine“ Menge ist deshalb keine verlässliche Dosierung.
Was tun bei Angst an Silvester?
Bei starker Geräusch- oder Silvesterangst ist der Tierarzt die richtige Anlaufstelle. Dort lässt sich klären, ob Training, Rückzugsmöglichkeiten oder gegebenenfalls ein geeignetes tiermedizinisches Präparat sinnvoll sind. Alkohol sollte nicht als Beruhigungsmittel eingesetzt werden.
Wenn der Hund Eierlikör aufgenommen hat
Hat ein Hund versehentlich Eierlikör oder eine andere alkoholische Flüssigkeit aufgenommen, sollte die Menge möglichst genau abgeschätzt und im Zweifel unmittelbar eine Tierarztpraxis oder ein tierärztlicher Notdienst kontaktiert werden. Bei auffälligem Verhalten, Erbrechen, Koordinationsproblemen, starker Müdigkeit oder anderen Beschwerden nicht abwarten.
Eierlikör sicher aufbewahren
- Flaschen außerhalb der Reichweite von Haustieren lagern.
- Gläser und Dessertreste nicht unbeaufsichtigt stehen lassen.
- Auch Kuchen, Cremes und Pralinen können Alkohol enthalten.
- Verschüttete alkoholische Getränke sofort aufnehmen.
Tiermedizinische Quellen
- ASPCA Animal Poison Control: Alkohol und alkoholhaltige Lebensmittel bei Haustieren
- Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover: Vergiftungen bei Hund und Katze
Fazit
Eierlikör ist ein Genussmittel für Erwachsene, kein Mittel zur Beruhigung von Haustieren. Bei Angstproblemen oder versehentlicher Aufnahme von Alkohol ist tierärztlicher Rat die bessere und sicherere Entscheidung.
